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„RIP Kreuzband“: Schwere Knieverletzung beendet Olympia-Hoffnungen des Ski-Stars

Copper Mountain (USA) – Der Ski-Weltcup muss erneut einen schweren Rückschlag verkraften. Schon wieder hat es eine Spitzenathletin getroffen: Die US-amerikanische Speed-Spezialistin Lauren Macuga (23) stürzte im Training schwer und wird der laufenden Saison nicht mehr zur Verfügung stehen.

Zumindest bewies die 23-Jährige dabei schwarzen Humor und veröffentlichte die Nachricht in einem ungewöhnlichen Instagram-Video.

In dem wie eine Breaking-News-Sendung gestalteten Clip zeigte Macuga, wie sie während des Riesenslalom-Trainings ausrutschte und stürzte, worauf eine animierte Atombomben-Explosion folgte.

„Breaking News: Ich bin’s, ich bin diejenige, die verletzt ist“, scherzte Macuga in der Bildunterschrift und bestätigte damit offiziell ihre Diagnose: „RIP Kreuzband, wir sehen uns nächstes Jahr wieder.“

Der US-Skiverband hingegen reagierte deutlich seriöser.

„Wir senden Amerikas Liebling viel Kraft! Lauren Macuga verletzte sich am Freitagmorgen beim Training am rechten Knie und benötigt eine Operation. Sie wird die Saison vorzeitig beenden müssen“, erklärte das Social-Media-Team des U.S. Ski Teams und zeigte sich überzeugt, dass Macuga stärker denn je zurückkehren wird.

Mit Macuga verliert die Wintersportszene eine der vielversprechendsten Medaillenhoffnungen für die Olympischen Spiele im Februar. In der vergangenen Saison feierte die junge Athletin mit ihrem ersten Weltcupsieg im Super-G sowie der Bronzemedaille bei der WM in derselben Disziplin ihren großen Durchbruch und erreichte zudem den vierten Platz im Abfahrtsweltcup.

Neben der US-Speed-Spezialistin fehlen bereits die beiden herausragenden Athletinnen der letzten Saison: Die Italienerin Federica Brignone (35) und Lara Gut-Behrami (34) aus der Schweiz.

Auch die Teamkolleginnen von Brignone, Marta Bassino (29) und Marta Rossetti (26), fallen wegen schwerer Knieverletzungen die gesamte Saison aus. Ebenso die talentierte Slowenin Neja Dvornik (24), die sich beim Aufwärmen in Gurgl Schien- und Wadenbeinbruch zuzog.